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Zoonosen|25. Mai 2026|8 Min Lesezeit

Zoonosen: Welche Parasiten von Hund und Katze auf Menschen übergehen können

Spulwürmer, Fuchsbandwurm, Giardien & Co.: Eine sachliche Übersicht über parasitäre Zoonosen — und wie Sie Ihre Familie, insbesondere Kinder, wirksam schützen.

Zoonosen: Welche Parasiten von Hund und Katze auf Menschen übergehen können

Manche Parasiten von Hund und Katze können auch Menschen befallen — sogenannte Zoonosen. Panik ist nicht angebracht, aber Aufklärung schon: Mit den richtigen Hygiene- und Präventionsmassnahmen lässt sich das Risiko sehr effektiv minimieren.

Die wichtigsten parasitären Zoonosen in der Schweiz

Toxocara canis / Toxocara cati (Spulwurm)

Eier werden vom Tier ausgeschieden und reifen in der Umwelt. Kinder, die im Sandkasten spielen oder die Hände in den Mund nehmen, können sich infizieren. Mögliche Folge: Larva migrans visceralis oder okularis (selten, aber schwerwiegend, kann Sehstörungen verursachen).

Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm)

In der Schweiz endemisch. Eier gelangen über Fuchs- und Hundekot in die Umwelt. Der Mensch infiziert sich durch direkten Kontakt oder kontaminierte Nahrung. Folge: alveoläre Echinokokkose — eine sehr ernste, tumorartig wachsende Lebererkrankung. Selten, aber gefährlich.

Giardia intestinalis

Einige Stämme sind zwischen Tier und Mensch übertragbar. Symptome beim Menschen: Durchfall, Bauchkrämpfe, Übelkeit.

Dipylidium caninum (Gurkenkernbandwurm)

Übertragung nur über das Verschlucken eines infizierten Flohs — sehr selten, betrifft fast ausschliesslich Kleinkinder.

Cryptosporidium spp.

Vor allem bei jungen Tieren — übertragbar auf den Menschen, insbesondere immunsupprimierte Personen.

Wie kann ich meine Familie schützen?

  • Händewaschen nach jedem Tierkontakt, vor dem Essen und nach Gartenarbeit
  • Sandkästen abdecken, wenn sie nicht benutzt werden
  • Obst und Gemüse aus dem Garten gründlich waschen
  • Hundekot zuverlässig aufnehmen — überall
  • Risikobasierte Entwurmung des Tieres, insbesondere bei Mäusefang (Echinococcus)
  • Bei Schwangerschaft: Katzentoilette nicht selbst reinigen (auch wegen Toxoplasmose)
  • Bei immunsupprimierten Personen im Haushalt: engere Abstimmung mit Tierärztin / Tierarzt

Fazit

Mit konsequenter Hygiene und einer risikobasierten Parasitenkontrolle ist das Zoonose-Risiko klein. Tiere im Haushalt sind kein Risiko — solange ihre Gesundheit aktiv gemanagt wird.